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KFV-Nationalspieler Ludwig Damminger hätte heute seinen Geburtstag gefeiert!

31.10.2017

Seine fußballerische Laufbahn begann Ludwig Damminger in seinem Heimatort beim FC Bavaria Wörth, wo er bereits mit 17 Jahren für die erste Mannschaft auflief.
 
Ludwig Damminger 
 
In seinem Klassenlehrer, dem Schulrektor Karl Seibel, der gleichzeitig Vereinsvorsitzender des Wörther Fußballvereins war, fand er einen frühen Förderer und Mentor. Schon bald führte Damminger, der mit drei Brüdern und einer Schwester aufwuchs, die Torschützenlisten der Südpfalz an.
 
Im Oktober 1934 wagte er den Schritt über den Rhein und gab er sein Debüt in der ersten Elf des KFV beim 2:0-Sieg über den VfR Mannheim 1896 e.V.. Fortan gehörte er zur Gauligamannschaft des Altmeisters. 1935 klopfte nach einem Spiel der Schwarz-Roten gegen die Stuttgarter Kickers Reichstrainer Dr. Otto Nerz an die Kabinentür der Karlsruher, der den jungen Pfälzer zu einem DFB-Lehrgang einlud. 

Im April 1935 wurde der gelernte Schlosser zum ersten A-Länderspiel berufen. Vor 35.000 Zuschauern traf er im Brüsseler Stade du Centenaire zweimal gegen die belgische Nationalmannschaft und setzte mit dem 6:1 in der 85. Minute den Schlusspunkt in dieser Partie.
„Gegen den linken Haxen von Damminger ist kein Kraut gewachsen“, titelte eine deutsche Sportzeitung. Auch einen Monat später traf er zweimal gegen Irland (3:1) sowie einmal gegen Estland (5:0). Daneben absolvierte er ingsgesamt 17 B-Länderspiele.
 
Zu mehr Einsätzen kam der gelernte Mechaniker nicht mehr, Verletzungspech und der Ausbruch des Weltkriegs verhinderten weitere Erfolge.
Als Infanterie-Soldat kam er bei der deutschen Besetzung Norwegens zum Einsatz und wurde durch einen Nieren- und Oberschenkdurchschnitt stark verwundet.
Damminger geriet schließlich in russische Kriegsgefangenschaft von der er erst nach fünf Jahren zurückkehrte. 1948 spielte er als 36-Jähriger, belastet durch seine schweren Kriegsverletzungen nur noch im Amateurfußball bei der TSG Jockgrim in der Landesliga sowie beim FSV 1920 Offenbach (Pfalz).
 
Nachdem die Verletzungen keinen intensiven Sport mehr zuließen, arbeitete er als Spielertrainer in Wörth (1955-1957), Hagenbach, Neuburg, Rheinzabern und Neupotz. 1981 starb er im Alter von 68 Jahren an einem Krebsleiden im Krankenhaus Kandel.  
 
 

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